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ELBRUS 2008 " Der steile Weg zurück" Nach sieben Jahren bin ich wieder ganz oben! 2001 um diese Zeit, hatte ich völlig unerwartet einen großen gesundheitlichen Rückschlag. Dieser warf mich komplett aus der Bahn und ich stellte mir auch die Frage, ob ein Weiterleben noch Sinn macht. Wenn Du mit 38 als bewusst und sportlich Lebender plötzlich daneben stehst, habe ich mir sehr viele Fragen gestellt. Darunter auch, warum ich! Mit Familie und guten Freunden ist es mir im laufe der Jahre gelungen, wieder Fuß zu fassen und die schönen Dinge des Lebens zu sehen. Darunter auch die Berge. Da mir klar war, daß ich in meinem Leben radikal was zu ändern habe-auch beruflich, sollte es so schnell als möglich geschehen. Das Erste Jahr war am schwersten. Ich wusste, ich möchte wieder zurück ins Gesundheitswesen, aber was und wie, das war die Frage. Im Herbst 2003 stolperte ich zufällig über die Ausbildung zum Stressmanagement und Mentaltrainer. Ich dachte mir, das wär eine gute Möglichkeit nicht nur anderen, sondern auch mir zu helfen. Und es war eine gute Entscheidung! Als ich dann 2004 begonnen habe Gesundheitswissenschaften zu studieren, immerhin war ich da schon 41 Jahre alt, war ich schon sehr weit in meiner Aufarbeitung. Nach dem Abschluß im Sommer 2007, wusste ich, auch dieser Weg war der Richtige. Es stellte sich die Frage, wie verbinde ich nun mein früher Erlerntes mit dem Studium. Es kam mir der Gedanke, Menschen, die ein ähnliches Schiksal hatten, es aber nicht mehr schafften sich aufzuraffen, sich nicht unterkriegen zu lassen, sondern aufzustehen und für Ihr Leben zu kämpfen. Damit war der Gedanke einen Berg zu besteigen geboren. Mit dem Hintergrund, ein Gesundheits-Projekt zu machen, machte ich mich auf die Suche nach Sponsoren, die meine Idee unterstützenswert finden. Salewa war eines der ersten Unternehmen, daß ich dafür begeistern konnte. Und viele andere folgten. Daß ich das im Vorfeld ermöglichen konnte, machte mich schon sehr stolz! Dadurch minimierten sich auch für mich die ganzen Kosten und anderen Aufwendungen für die Reise. Meine Vorbereitung begann mit einem Leistungstest und Trainingsplan im November 2007. Ich habe die Stunden die ich auf dem Ergometer gesessen bin, nie gezählt. Doch bis Mitte April 2008 waren es sicher Wochen! Nach der Rückkehr von Obertauern, dieser Ort war als Vorbereitung ideal, setzte ich mein Training im Freien fort. Zwei Wochen vor der Abreise in den Kaukasus, verbrachte ich noch neun Tage als Höhentraining, im Nationalpark Hohe Tauern. Die Warnsdorferhütte war ein idealer Standort. Die Höhe passte, die Tagestouren waren optimal zu wählen und auch die Bewirtung war phantastisch.
![]() Am 30.07.2008 geht es um 23 Uhr von Wien-Schwechat mittels Tyrolien Air nach Krasnodar. Mit einem sehr bekannten Österreicher aus der Sportszene, wie sich noch zeigen wird. Unser Pilot war Armin Kogler, einer der weltbesten Skispringer seiner Zeit.
![]() Um 4 Uhr früh Ortszeit beginnen 10 Stunden Fahrt mit dem Bus. Wir, 12 Mann, wissen nicht, was uns erwartet. Unser Guide, er heisst Sascha, fährt auch gleich mit. Nach diesen 10 Stunden mit dem Bus werde ich bestimmt nicht mehr über unsere Strassen schimpfen. Es holterte und polterte und manchmal wurde man sogar aus dem Sitz gehoben. Pause gab es nur um Auszutreten, sich was zu trinken zu kaufen, oder was zu essen. Ansonsten immer stramm voran! In Azau angekommen, wurden uns sehr saubere Zimmer übergeben. Ich teilte meines mit Markus. Einem Bayern aus Rosenheim. Lustiger Bursche und wie sich noch zeigen würde, einer meiner Gipfelretter.
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